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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Immunsystem Wächter unseres Körpers Die Haut Empfindliche Schutzbarriere Das Kalenderblatt 30.10.1989 Der "Schwarze Kanal" zum letzten Mal im DDR-Fernsehen Von Justina Schreiber Immunsystem - Wächter unseres Körpers Autorin: Daniela Remus / Regie: Sabine Kienhöfer Die Haut, der Speichel oder die Schleimhaut, aber auch Freßzellen, Killerzellen und Antikörper: Sie alle sind Teil der körpereigenen Abwehr, des menschlichen Immunsystems. Schon einfache Organismen besitzen einen Abwehrmechanismus, um sich vor Veränderungen durch Krankheitserreger zu schützen. Das menschliche Immunsystem ist hochkomplex, es besteht aus vielfältigen mechanischen und biochemischen Schutzstrategien. Es ist sehr effektiv und variabel, denn zusätzlich zur angeborenen Immunabwehr baut der Organismus im Laufe des Lebens weitere Abwehrstrategien auf. Erst seit wenigen Jahren ist etwa bekannt, wie das Immunsystem unterstützt werden kann im Kampf gegen Krebszellen, oder wie stark die Aktivität der Immunzellen von den Geschlechtshormonen abhängt. Die Haut - Empfindliche Schutzbarriere Autorin: Katrin Kellermann / Regie: Kirsten Böttcher Rund zwei Quadratmeter groß und bis zu zehn Kilogramm schwer: Die Haut ist das größte und schwerste Organ mit den meisten Aufgaben im menschlichen Körper. Sie umhüllt den Körper und schützt ihn vor Gefahren wie Infektionen, UV-Strahlung und Verletzungen, ist wind- und wasserfest, dehnbar, robust und empfindsam zugleich, selbstheilend und temperaturregulierend. Zudem beherbergt sie unseren wichtigsten Sinn, den Tastsinn. Über die Haut nehmen wir einerseits uns und unsere Umwelt wahr und können andererseits auch selbst Berührungen als Ausdruck von Liebe und Zärtlichkeit erfahren. Die so genannten Hornzellen, die obersten Zellen der Haut, schuppen ständig ab, während aus tieferliegenden Hautschichten neue nachkommen. Die Haut erneuert sich auf diese Weise rund 800-mal in einem durchschnittlichen Menschenleben. Unter dem Mikroskop erkennt man drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. In der Lederhaut befinden sich Blut- und Lymphgefäße, Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen sowie zahlreiche Nervenfasern. Die Haut bestimmt unser Erscheinungsbild und verrät gleichzeitig einiges über unseren Gemütszustand, weshalb sie auch als Spiegel der Seele gilt. Ein Wunderwerk der Natur, das auch Roboterentwickler inspiriert. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Balsam für die deutsche Seele Die Wiederentdeckung der Händel-Opern vor hundert Jahren Von Tobias Barth Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr 1920: Der erste Weltkrieg war gerade vorbei, der deutsche Kaiser geflohen, die junge Republik sofort in Kämpfe verstrickt - da begann auch eine Zeit des kulturellen Aufbruchs. Und so wie das Bauhaus in Weimar für Avantgarde, neue Sachlichkeit und Moderne steht, kann man in der damals beginnenden Händel-Renaissance einen Ausdruck konservativer und deutsch-nationaler Sehnsucht sehen. Der Kunstwissenschaftler Oskar Hagen war es, der nach Inspirationen aus Händels Geburtsstadt Halle das Wagnis einging, in Göttingen eine szenische Aufführung der "Rodelinde" erstmals nach mehr als 170 Jahren wieder auf eine Bühne zu bringen. Der riesige Erfolg seiner Opernbearbeitungen begründet sich auch in der völkischen Aufladung Händels, die ein Identifikationsangebot lieferte für alle, die erschüttert waren über den verlorenen Krieg und wütend auf die neue Zeit. Die Interpretation der Werke des "Royal Composer" als eigentlich urdeutsche Musik, die das deutsche Wesen sehr gut ausdrückt - das war Teil von Hagens geschicktem Marketing. Das blieb nicht folgenlos für die Göttinger Händelfestspiele und für die Händelrezeption bis heute.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Lust auf Leben Angelika und die Schatten ihrer Kindheit Von Charly Kowalczyk Regie: Friederike Wigger Produktion: Deutschlandfunk Kultur/NDR 2020 Vor zehn Jahren berichtete Angelika, wie sie als Kind hungerte und von ihrem Vater, Onkel und Bruder sexuell missbraucht wurde. Sie war im Alter von neun Jahren vom Jugendamt aus der Familie genommen und in eine Pflegefamilie vermittelt worden. Nun trifft der Autor die mittlerweile 30-Jährige wieder. Angelika lebt inkognito in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Kraft, ihren Vater und Onkel anzuzeigen hat sie (noch) nicht. Würde es ihr helfen, wenn sexuelle Gewalt juristisch nicht verjährte? Und: Wie soll die Gesellschaft mit Tätern umgehen, die von ihren Opfern nicht angezeigt werden und deshalb eine Gefahr für andere Kinder sein können? Lust auf Leben

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