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Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Droge Sport Sucht mit Entzugserscheinungen Diagnose Sitzen Krank durch mangelnde Bewegung Das Kalenderblatt 18.06.1928 Erster Flug einer Frau über den Atlantik Von Justina Schreiber Droge Sport - Sucht mit Entzugserscheinungen Autorin: Daniela Remus / Regie: Sabine Kienhöfer Fitness und Gesundheit sind die Gründe, warum die meisten Menschen damit beginnen, regelmäßig Sport zu treiben. Immer häufiger beobachten jedoch Sportmediziner und Sportpsychologinnen, dass sich das regelmäßige Training bei Freizeitsportlern zu einem intensiven und zwanghaften Verhalten entwickelt. Sie sprechen sogar von Sportsucht, weil es bei einem Mangel an Bewegung, sei es durch Krankheit oder Arbeit zu regelrechten Entzugserscheinungen kommt: Dazu gehören Schlafstörungen, Gereiztheit und Depressionen. Die Forschenden betrachten diese ästhetische Arbeit am eigenen Körper deshalb kritisch, denn erste Studien zeigen, dass es dabei weniger um Gesundheit und Fitness geht, als um die Erfüllung von Körpernormen und um Identität. Diagnose Sitzen - krank durch mangelnde Bewegung Autorin: Yvonne Maier / Regie: Sabine Strasser Erstsendung: BR 2016 Sitzen Sie gerade auf einem Stuhl, am Schreibtisch, während sie diesen Text lesen? Das könnte tödlich sein. Denn Menschen, die täglich mehr als sechs Stunden am Stück sitzen, haben ein um rund 40 Prozent höheres Risiko, innerhalb der nächsten 15 Jahre zu sterben als Menschen, die nur drei Stunden hintereinander am Tag sitzen. Erst seit dem Jahr 2010 wird der Begriff "Inaktivitätsforschung" in der medizinischen Wissenschaft verwendet - die Forschung dazu steht noch ganz am Anfang. Doch je mehr die Mediziner, Sportwissenschaftler und Hirnforscher darüber herausfinden, desto dringlicher erscheint das Problem. Denn dauerhafte Inaktivität hat Auswirkungen auf unseren gesamten Körper: Der Fettwechsel und Cholesterinstoffwechsel verändert sich beim langen Nichtstun. Die Folge: Herzkreislaufprobleme und Herzinfarkte. Auch Diabetes Typ 2 kann durch Inaktivität hervorgerufen werden. Dabei werden die ruhenden Muskelzellen unempfindlicher für Insulin. Doch nicht nur der Stoffwechsel verändert sich massiv durch Stillsitzen. Forscher vermuten auch Genveränderungen, die dadurch ausgelöst werden könnten. Vielleicht auch Veränderungen im Gehirn. Schon länger ist bekannt, dass Bewegung und Sport bei der Behandlung von psychischen Krankheiten helfen können. Sportwissenschaftler und Hirnforscher interessiert es darum, wie sich körperliche Inaktivität auf unsere Psyche auswirkt. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Elvira Teufel Aufg"räumt is fix - mit dem Putzlumpen durchs Opernchaos Von Markus Vanhoefer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Aufgeräumt is fix, aber wer langt scho hie, wenn i net hielang? Wie entsorge ich den "Ring des Nibelungen" nach der Götterdämmerung, und welches Scheuerpulver hilft, wenn die Stimmbänder des Startenors Rost angesetzt haben? Es ist höchste Zeit, in der Musik wieder Ordnung zu schaffen, und des bedarf schon einer kompetenten Hand, um die "Kunst der schönen Töne" so richtig auf Hochglanz zu polieren. Wer könnte diese Aufgabe besser - und gründlicher - erledigen, als Elvira Teufel, "Reinigungsfachkraft für musikalische Angelegenheiten" mit langjähriger Berufserfahrung? Diesmal begibt sich unsere bayerische "Putzmadame" mit Staubsauger, Eimer und Besen ins Opernhaus, denn gerade auf den "Bretter, die die Welt bedeuten", warten besonders heikle Herausforderungen auf Elvira Teufel, sowohl putztechnischer als auch persönlicher Art. Warum gibt es auf der Opernbühne so viele Blutflecken, und warum will Elviras "Göttergatte", der Busfahrer Toni, seine Frau so gar nicht ins Gärtnerplatz-Theater begleiten? "GebenS mir fei obacht. Die Oper is extrem gefährlich für Unbefugte!" Musikliste: T: "Mefistofele", Preludio K: Arrigo Boito I: Orchestra of Teatro all Scala / Ltg.: Riccardo T:"Je suis Lazuli" aus: "L"Étoile" K: Alexis Emmanuel Chabrier I: Jennifer Larmore / Ltg.: Bertrand de Billy T: "L"amour est un oiseau rebelle" aus: "Carmen" Ki: George Bizet I: Monica Groop / Ltg.: Muhai Tang T. "La donna e mobile" aus: "Rigoletto" K: Giuseppe Verdi I: Enrico Caruso / Ltg.: Gottfried Rabl T: "Ombra mai fu" aus:"Serse" K: Georg Friedrich Händel I: Monica Groop / Ltg.: Juhan Kangas T: "Leonore Ouvertüre Nr. 1, op. 138" K: Ludwig van Beethoven I: Staatskapelle Berlin / Ltg.: Daniel Barenboim T: aus: Sinfonie Nr. 5 c-moll, op. 67, Schicksals-Sinfonie; 1. Satz: Allegro con brio Kn: Ludwig van Beethoven I: Hugh Wolff / Ltg.: Hugh Wolff T: "O soave fanciulla" aus: "La Bohéme" K: Giacomo Puccini I: Anna Netrebko; Rolando Villanzon / Ltg.: Nicola Luisotti T: "Crisantemi" K: Giacomo Puccini I: Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Ltg.: Riccardo Chailly T: "Fiorito asil" aus: "Madame Butterfly" K: Giacomo Puccini I: Andrea Bocelli / Ltg.: Gianandrea Noseda T: "Una volta c"era... Un soave non so che" aus: "La Cenerentola" K: Giacchino Rossini I: Vesselina Kasarova / Ltg.: Arthur Fagen T: "Una furtiva lagrima" aus: "L"Elisir d"amore" K: Gaetano Donizetti I: Pascal Bertin; Andreas Scholl T: "Der Vogelfänger bin ich ja" aus: "Die Zauberflöte" K: Wolfgang Amadeus Mozart I: Les Arts Florissants / Ltg.: William Christie T: "Don din Don" aus: "Pagliacci" K: Ruggiero Leoncavallo I: Chor der Bayreuther Festspiele / Ltg.: Wolfgang Sawallisch T: aus: Symphonische Stücke aus der Oper "Lulu" für Sopran und Orchester (Lulu-Suite): Nr. 4: Variationen K: Alban Berg I: Juliane Banse / Ltg.: Claudio Abbado Dominique Visse / Ltg.: Reinhardt Wagner

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ich mach da nicht mehr mit! Ein Selbstversuch gegen das Altern Von Jessica Braun Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2021 Schon lange arbeitet die Wissenschaft daran, die gesunden Lebensjahre des Menschen auszudehnen. Nun scheint sich ein Durchbruch abzuzeichnen. Im Selbstversuch testet die Autorin Jessica Braun die vielversprechendsten der neuen Anti-Aging-Ansätze. Und stößt dabei nicht nur an körperliche, sondern auch an persönliche und sogar ethische Grenzen. Der Autor Philip Roth hat es einst als "Massaker" bezeichnet - das Altern. Doch wie sieht ein Leben aus, das auf Gesundheitsmaximierung ausgerichtet ist? Seit die Menschen verstanden haben, dass sie altern, suchen sie auch nach Mitteln dagegen. Das Wissen darüber, was den Alterungsprozess antreibt, wächst stetig. Und seit die Weltgesundheitsorganisation WHO 2018 die 11. Ausgabe ihrer Internationalen Klassifikation der Krankheiten veröffentlichte, steht es auch auf dem Papier: "Code MG2A: hohes Alter". Altern ist damit nicht mehr unabwendbares Schicksal. Es ist eine Krankheit, die Behandlung erfordert. Jessica Braun startet den Selbstversuch mit einer umfassenden Bestandsaufnahme ihrer Alterserscheinungen. Unterstützt von Medizinerinnen und einer Initiative für Gesundheitserhaltung sucht sie nach den Faktoren, die das Altern ausbremsen können. Von Biohackern lässt sich die Autorin gängige und unorthodoxe Methoden demonstrieren, die den körperlichen und geistigen Ist-Zustand erhalten können - und integriert diese dann in ihren eigenen Alltag. Eisbäder, Meditation, Krafttraining, Sauerstofftherapie, Nahrungsergänzungsmittel, Fasten, Medikamente - was wirkt, was hat Nebenwirkungen und was ist bloß Geldschneiderei? Und vor allem: gibt es zwischen grünen Smoothies, LED-Bestrahlung und Blutspenden überhaupt noch genug Raum, um glücklich zu sein? Was sind das für Menschen, die sich mit allen verfügbaren Mitteln um sich selbst kümmern? Und macht der Ausstieg Einzelner aus dem Altern die Welt für die Mehrheit nicht nur immer ungerechter? Ein Feature über einen behandlungsbedürftigen Zustand. Ich mach da nicht mehr mit!

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