Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Die dunkle Stunde der Serenissima (1/2) Von Donna Leon Übersetzung aus dem Amerikanischen: Christa E. Seibicke Komposition: Gert Anklam und Holger Mantey Bearbeitung und Regie: Corinne Frottier Erzählerin: Hannelore Hoger Brunetti: Christian Brückner Vianello: Wolfgang Rüter Elettra: Andrea Sawatzki Ford: Siemen Rühaak Eleonora: Doris Kunstmann Filipetto: Ernst August Schepmann Sanpaolo: Lars Gärtner Paola: Esther Hausmann Conte: Dieter Mann Lele: Horst Mendroch Tabaccaio: Peter Schröder Galante: Renate Becker Claudia: Julia Hummer Lucia: Camilla Renschke Hedwig Jacobs: Louise Martini Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Leichten Fußes in die Tanzkarriere? Von Nicole Baumann Musikliste: Wer ein tanzbegeistertes Kind hat, findet sich sehr bald vor wichtigen Entscheidungen stehend. Die Auswahl an Kinderballettschulen, Tanzstudios und Ausbildungsinstituten ist groß. Das ist ein Vorteil. Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Denn welche Schule ist für mein Kind die richtige? Welches Lehrpersonal - die ehemalige Solotänzerin oder die ausgebildete Tanzpädagogin? Soll mein Kind von Anfang an mit Strenge und Disziplin auf Leistung gedrillt werden oder soll der Tanzunterricht zu Freude, Ausdruckswille und Spaß an Bewegung führen? Was ist mit dem jungen Körper - wird er Schaden nehmen? Drohende Magersucht, harter Konkurrenzkampf und körperliche und psychische Überlastung gehören nach wie vor zu den Vorurteilen, die man als erstes gegenüber einer Ballettausbildung ins Feld führt. Doch sind es wirklich nur Vorurteile oder muss man sie für sein Kind ganz realistisch einkalkulieren? Mein Kind soll doch ein schönes, normales Leben führen können, ohne Entbehrungen und übermäßigen Stress. Fakt ist, dass an den großen deutschen Bühnen nur sehr wenige deutsche Tänzer und Tänzerinnen engagiert werden. Ganz ähnlich wie im Bereich der Orchestermusiker und Opernsänger drängt immer mehr Konkurrenz aus dem Ausland nach Deutschland. Der Eindruck entsteht, als ob sich die jungen Menschen dort leichter in ein Ausbildungssystem mit Härte und Disziplin begeben als hier. Denn eines steht fest, Tänzer wird man nicht mehr, wenn man mit 18 anfängt. Das entscheidet sich sehr früh und dann bedeutet es viel Arbeit und Hingabe. Ähnlich wie bei Pianisten oder Geigern kann auch ein Tänzer nicht mehr aufholen, was er als Kind nicht gelernt hat. Die Autorin Nicole Baumann, selbst auf dieser Suche, berichtet von ihrem Rundgang durch Münchner Ballett- und Tanzschulen, ihren Gesprächen mit Eltern und Tanzlehrern und Profis. Musiken von Peter Tschaikowsky, Igor Strawinsky, Léo Delibes und anderen untermalen die Sendung.

Freitag 20:00 Uhr Ö1

Kabarett direkt

"und ..." Das aktuelle Program von Alfred Dorfer. Moderation: Bernhard Fellinger Eine Aufzeichnung aus dem Wiener Stadtsaal vom 20.10.2017 Alfred Dorfer hat für sein Programm das Szenario eines Umzuges ausgewählt. Sein spärliches Bühnenbild besteht aus wenigen Bananenkisten und einem Sessel, Symbole für die letzten Reste an Mobiliar, die von der Spedition noch nicht weggeschafft worden sind. Zurückgeblieben sind ganz offensichtlich auch Erinnerungen an die nähere und fernere Vergangenheit, an das, was war. Neben dem Übersiedlungsszenario beschäftigt den Kabarettisten auch der vage Stück-Auftrag eines Theaterdirektors für die kommende Saison. Eine gute Gelegenheit, so manche Frage nach künstlerischen Werten, nach thematischer Relevanz und Lebenswahrheit elegant und spielerisch in dem Programm unterzubringen. Menschen in ganz simplen Lebenssituationen zu beobachten, gehört für Alfred Dorfer zu den Quellen seiner Inspiration. Und ganz in diesem Sinne hat er sein Solo als sehr ansprechende Mischung aus Szenen, Monologen, Assoziationsketten und Fragen angelegt.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Illusionen» von Iwan Wyrypajew Was, wenn am Ende alles nur eine Illusion war? Die grosse Liebe ein Irrtum, das ganze Leben Betrug? Hat man das falsche Leben gelebt? Was ist die wahre Liebe? Bei Iwan Wyrypajew jedenfalls keine sichere Sache, sondern vielmehr eine grosse Illusion.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

hör!spiel!art.mix

Entscheidungen Von Mercedes Lauenstein Mit Camill Jammal, Pola O"Mara, Krista Posch und Martin Umbach Regie: Stefanie Ramb BR 2020 Ursendung Sie heißen Nina, Jonas, Violette und Erik. Sie sind Ende 20, Mitte 30, Mitte 50 und Mitte 60. Sie haben lose Beziehungen, sind verheiratet oder Single. Sie haben Kinder oder auch nicht. Sie leben ihr Leben selbstbestimmt, so wie sie das immer gewollt haben - im Großen und Ganzen. Genauer betrachtet allerdings leben sie ein Leben voller dringlicher Zwänge und billiger Kompromisse. Wobei: so schlimm ist es auch wieder nicht. Oder vielleicht doch? Sicher ist auf jeden Fall eines: Solange sie keine Entscheidungen treffen, wird sich ihr Leben nicht weiterentwickeln. Aber können sie es überhaupt wagen, ihren Wünschen nachzugehen oder haben sie sich nicht bedingungslos darauf eingelassen, immer das zu tun, was von ihnen erwartet wird? Sie sinnieren - daheim, unterwegs in der Stadt, beim Schwimmen, im Flugzeug. Sie hadern. Mit ihrem wirklichen Leben und mit ihrem möglichen bzw. ihrem nicht möglichen. Und sie werden sich treffen, alle vier, bei diesem Essen heute Abend. Wie sie sich dort verhalten, falls sie überhaupt hingehen werden, ist noch nicht entschieden. "Ich habe entschieden: ich möchte etwas über Entscheidungen machen. Wie treffen wir Entscheidungen? Was steckt hinter der Angst, Entscheidungen zu treffen? Sind Entscheidungen oder sollten Entscheidungen überhaupt ein intellektueller Prozess sein? Was ist mit der Intuition, die einem den Weg weist? Wie sehr haben wir unser Leben überhaupt in der Hand? Was passiert, wenn ein Mensch in der absoluten Entscheidungslosigkeit verharrt - aus Angst, das Leben vergeudet zu haben durch die falsche Entscheidung? Nicht merkend, dass er sein Leben am tragischsten vergeudet indem er gar keine Entscheidung fällt? All diese Fragen laufen immer auf dasselbe hinaus: auf die Angst, am Ende des Lebens die eigenen Entscheidungen zu bereuen. Kann passieren!" (Mercedes Lauenstein) Mercedes Lauenstein, geb. 1988 in Schleswig-Holstein, freie Autorin, wohnhaft in München und Norditalien, Autorin zahlreicher Texte unter anderen in der Süddeutsche Zeitung, dem Zeit Magazin und Monopol. Mitbegründerin des kulinarischen Onlinemagazins Splendido Magazin, Bayerischer Kunstförderpreis 2016. Werke unter anderem "Nachts" (2015), "Blanca" (2018). "Entscheidungen" ist ihr erstes Hörspiel.

Freitag 22:04 Uhr rbb Kultur

HÖRSPIEL

Chinchilla Arschloch, waswas Ein Doku-Hörspiel über das Tourette-Syndrom und die Frage nach Normalität Von Helgard Haug und Thilo Guschas Mit Christian Hempel, Phillis Hempel, Bijan Kaffenberger u. a. Komposition: Frank Böhle Regie: Helgard Haug Produktion: WDR 2018

Freitag 22:05 Uhr NDR Info

Jazz Special

Traumwandler und Klangmagier Der Trompeter Erik Truffaz Mit Bert Noglik Mit seiner Band vermag der Trompeter Erik Truffaz Klangräume zu kreieren, deren Atmosphäre einen magisch gefangen nimmt. Sein unvoreingenommener Umgang mit Popmusik und mit dem Jazz brachte ihm immer wieder den Vergleich mit Miles Davis ein. Doch Erik Truffaz brilliert mit seiner eigenen Fantasie. Am 3. April feiert der Trompeter seinen 60. Geburtstag. 22:30 - 22:35 Uhr Nachrichten Jazz Special

Freitag 22:08 Uhr Ö1

Spielräume - Nachtausgabe

Herbie Hancock - der wichtigste (noch lebende) Pianist des Modern Jazz? Natürlich lässt sich streiten, ob nicht McCoy Tyner, Chick Corea oder Keith Jarrett, die ebenso großartigen Tastenkollegen des in Chicago, Illinois geborenen Herbie Hancock und ebenfalls noch musikalisch aktiv sind, nicht genauso wichtig und einflussreich für die Jazzgeschichte sind. Wenn man wichtige Aufnahmen aus dem elektrischen Jazz betrachtet, bleiben hier allerdings nur Corea und Hancock übrig (Tyner hat praktisch nie Keyboards gespielt, Jarrett nur sehr kurze Zeit elektrisches Klavier). Reihungen in diesen lichten Regionen der (genialischen) Musikalität sind letztendlich müßig. Von "Watermelon Man" bis hin zu Kollaborationen mit Exponenten des Detroit Techno: Herbie Hancock hat in seinen demnächst 80 Lebensjahren eine beispiellose musikalische Reise gemacht, die ursprünglich im Alter von 11 Jahren mit der Aufführung eines Mozart Klavierkonzertes zusammen mit Chicago Symphony Orchestra begonnen hat. Gestaltung: Klaus Wienerroither

Freitag 22:33 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Abpfiff Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Dominique Manotti Aus dem Französischen von Andrea Stephani Mit: Michael Rotschopf, Johann von Bülow, Jonas Minthe, Tilo Werner u. v. a. Musik: Andreas Bick Hörspielbearbeitung und Regie: Beatrix Ackers (Produktion: NDR/SWR 2020) An einem schönen Pariser Maimorgen fallen Schüsse. Vor einer Einkaufspassage sterben zwei Menschen. Ein Motorrad rast davon. Die Fährte führt ins Stadion des FC Lisle-sur-Seine, der um die Meisterschaft kämpft. Nicht gerade Daquins bevorzugtes Terrain. Doch der Commissaire ist nicht der Typ, der den Ball flach hält. Und das Flutlicht wirft trübe Schatten. Dominique Manottis Noir-Krimis sind politisch brisant, entlarvend und zornig: eine Mischung aus journalistischer Dichte, schlaglichtartig verknappter Subjektivität und schnörkelloser Psychologie. "Abpfiff" bildet den Abschluss unserer Manotti-Reihe.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Danke, Berlin! Die Lange Nacht der Preußen im Rheinland Von Rüdiger Heimlich Regie: Claudia Mützelfeldt (Wdh. v. 14./15.11.2015) Sie galten als schroff, stocksteif und humorlos, und außer Drill und Marschmusik konnten die Rheinländer bei den Preußen zunächst keine höhere Kulturmission erkennen. Die Preußen verdächtigten die Rheinländer dagegen des politischen Franzosentums, ja sie empfanden ihre Lebensart als liederlich. Es ist dann doch noch eine passable "Vernunftehe" geworden, für die das Rheinland 200 Jahre nach der Gründung der preußischen Rheinprovinz 1815 sogar mit einer Fülle von Jubiläumsveranstaltungen "Danke Berlin!" sagt. Die "Lange Nacht" geht den Spuren nach, die Preußen im Rheinland hinterlassen haben, so u.a. die Kölner Domvollendung, die Rettung von Drachenfels und Siebengebirge, Deutsches Eck und Burgenromantik, die Bonner Universität oder die Düsseldorfer Kunstakademie. Ein indirektes Verdienst ist die Beförderung sozialer und demokratischer Ideen und des rheinischen Stunk-Karnevals. Zeitzeugen wie Otto von Bismarck, Theodor Fontane, Heinrich Heine, Karl Marx, Kurt Tucholsky, Clara Viebig erzählen, wie nach 1815 zwei Mentalitäten aufeinanderstoßen - Katholiken und Protestanten, rheinische Lebenslust und preußische Disziplin, Eigensinn und Gottesgnadentum - wie es in der Revolution von 1848 zur offenen Konfrontation kommt und sich beide im patriotischen Jubel der Reichsgründung von 1871 dann doch noch in die Arme fallen. Historiker und Denkmalpfleger sprechen über die Verdienste Preußens und erzählen, wie das Erbe heute im Rheinland gepflegt wird.

Samstag 01:05 Uhr Deutschlandfunk

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson Zu Gast: Lisa Bassenge Liederbestenliste: die Platzierungen im April Global Sound: neue internationale Singer/Songwriter-Alben Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen On Tour: Konzerttipps Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause Lisa Bassenge ist eine der außergewöhnlichsten und vielseitigsten Sängerinnen zwischen Jazz, Pop, Elektronik und minimalistischem Chanson. Die begnadete Songwriterin covert auch immer wieder Songs, die in ihrer Erinnerung lagern. Auch auf dem neuen Album "Mothers" tut sie das und huldigt dabei ihren Vorgängerinnen, Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Carole King, PJ Harvey oder Regina Spector.

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