Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Elvira Teufel Aufg"räumt is fix - mit dem Putzlumpen durchs Opernchaos Von Markus Vanhoefer "Aufgeräumt is fix, aber wer langt scho hie, wenn i net hielang? Wie entsorge ich den "Ring des Nibelungen" nach der Götterdämmerung, und welches Scheuerpulver hilft, wenn die Stimmbänder des Startenors Rost angesetzt haben? Es ist höchste Zeit, in der Musik wieder Ordnung zu schaffen, und des bedarf schon einer kompetenten Hand, um die "Kunst der schönen Töne" so richtig auf Hochglanz zu polieren. Wer könnte diese Aufgabe besser - und gründlicher - erledigen, als Elvira Teufel, "Reinigungsfachkraft für musikalische Angelegenheiten" mit langjähriger Berufserfahrung? Diesmal begibt sich unsere bayerische "Putzmadame" mit Staubsauger, Eimer und Besen ins Opernhaus, denn gerade auf den "Bretter, die die Welt bedeuten", warten besonders heikle Herausforderungen auf Elvira Teufel, sowohl putztechnischer als auch persönlicher Art. Warum gibt es auf der Opernbühne so viele Blutflecken, und warum will Elviras "Göttergatte", der Busfahrer Toni, seine Frau so gar nicht ins Gärtnerplatz-Theater begleiten? "GebenS mir fei obacht. Die Oper is extrem gefährlich für Unbefugte!"

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Wie sehr hat Corona die Gesellschaft tatsächlich verändert? Gestaltung: Sarah Kriesche Die Pandemie hat die Visionen einer technisierten Gesellschaft auf den Prüfstand gestellt. Lern-Apps und digitale Helfer, die angeblich den digitalen Arbeitsalltag verbessern, mussten sich im täglichen Gebrauch bewähren, nicht immer mit Erfolg. Aus der Vogelperspektive könnte man den globalen Umstieg von analog auf digital auch als eines der größten Echtzeit-Experimente verstehen, das die moderne Menschheit gezwungenermaßen je durchgeführt hat. Eingepfercht zwischen Lockdowns und Lockerungen ergeben sich viele gesellschaftliche Fragen, insbesondere für die jüngeren Generationen, etwa welche Lebenschancen und Arbeitsplätze verloren gehen oder ob die Krise die Gesellschaft tatsächlich grundlegend verändert. Mit diesen Fragen beschäftigen sich unter dem Sammelbegriff "digitaler Humanismus" zahlreiche Forschungsbereiche, von der Soziologie bis hin zur Zukunftsforschung. Sarah Kriesche über die Auswirkungen der Ausnahmesituation auf die Gesellschaft.

Freitag 20:00 Uhr rbb Kultur

JAZZ BERLIN

Mit Eva Garthe Jazzfest Berlin 2020: Joel Ross" Good Vibes / Craig Taborn"s New Trio Allen Widrigkeiten zum Trotz gab es auch 2020 ein Jazzfest Berlin. Die Musiker und Musikerinnen standen nicht nur in Berlin, sondern auch in New York und in den Sendesälen verschiedener ARD-Rundfunkanstalten auf der Bühne. Alle Konzerte wurden live gestreamt. Heute hören Sie Ausschnitte aus Konzerten, die im Roulette in New York stattfanden. Mit nur 25 Jahren erweist sich der gebürtige Chicagoer Joel Ross als einer der aufregendsten und vielseitigsten Vibraphonisten des Jazz. Letzten Herbst brachte er "Who Are You?" heraus, sein zweites Album als Bandleader für das legendäre Label Blue Note. Der Pianist Craig Taborn kann dagegen bereits auf eine 25-jährige Karriere zurückblicken. Mit seinem aufregenden neuen Trio mit Gitarristin Mary Halvorson und Schlagzeuger Ches Smith stellte er ein innovatives Set groove-orientierter Kompositionen vor.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ich mach da nicht mehr mit! Ein Selbstversuch gegen das Altern Von Jessica Braun Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2021 Schon lange arbeitet die Wissenschaft daran, die gesunden Lebensjahre des Menschen auszudehnen. Nun scheint sich ein Durchbruch abzuzeichnen. Im Selbstversuch testet die Autorin Jessica Braun die vielversprechendsten der neuen Anti-Aging-Ansätze. Und stößt dabei nicht nur an körperliche, sondern auch an persönliche und sogar ethische Grenzen. Der Autor Philip Roth hat es einst als "Massaker" bezeichnet - das Altern. Doch wie sieht ein Leben aus, das auf Gesundheitsmaximierung ausgerichtet ist? Seit die Menschen verstanden haben, dass sie altern, suchen sie auch nach Mitteln dagegen. Das Wissen darüber, was den Alterungsprozess antreibt, wächst stetig. Und seit die Weltgesundheitsorganisation WHO 2018 die 11. Ausgabe ihrer Internationalen Klassifikation der Krankheiten veröffentlichte, steht es auch auf dem Papier: "Code MG2A: hohes Alter". Altern ist damit nicht mehr unabwendbares Schicksal. Es ist eine Krankheit, die Behandlung erfordert. Jessica Braun startet den Selbstversuch mit einer umfassenden Bestandsaufnahme ihrer Alterserscheinungen. Unterstützt von Medizinerinnen und einer Initiative für Gesundheitserhaltung sucht sie nach den Faktoren, die das Altern ausbremsen können. Von Biohackern lässt sich die Autorin gängige und unorthodoxe Methoden demonstrieren, die den körperlichen und geistigen Ist-Zustand erhalten können - und integriert diese dann in ihren eigenen Alltag. Eisbäder, Meditation, Krafttraining, Sauerstofftherapie, Nahrungsergänzungsmittel, Fasten, Medikamente - was wirkt, was hat Nebenwirkungen und was ist bloß Geldschneiderei? Und vor allem: gibt es zwischen grünen Smoothies, LED-Bestrahlung und Blutspenden überhaupt noch genug Raum, um glücklich zu sein? Was sind das für Menschen, die sich mit allen verfügbaren Mitteln um sich selbst kümmern? Und macht der Ausstieg Einzelner aus dem Altern die Welt für die Mehrheit nicht nur immer ungerechter? Ein Feature über einen behandlungsbedürftigen Zustand. Ich mach da nicht mehr mit!

Freitag 21:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub Classics

Joni Mitchell - 50 Jahre Blue Mit Harald Mönkedieck

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Hartes fürs Herz Kris Barras Band Aufnahme vom 7.11.2019 bei den Leverkusener Jazztagen Am Mikrofon: Tim Schauen Der Brite Kris Barras begann im Alter von fünf Jahren, Gitarre zu spielen, als Zehnjähriger trat er erstmals auf - und doch führte sein Weg nicht geradewegs in den Profi-Musikbetrieb, sondern er fuhr zweigleisig: Denn bis 2014 war Barras Mixed-Material-Arts-Kämpfer, das ist eine Vollkontakt-Sportart. 2015 veröffentlichte er sein Debüt, die ganz große Aufmerksamkeit erhielt er als Frontmann der Allstar-Band Super Sonic Blues Machine, zusammen mit prominenten Kollegen wie Billy Gibbons, Eric Gales, Warren Haynes. Doch den werbenden Anschub "Hat schon gespielt mit..." benötigt Kris Barras nicht, wie auch sein Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen zeigte, denn dort überzeugte Barras als Frontmann, Sänger und versierter Gitarrist seiner eigenen vierköpfigen Band. Dort lieferten die Briten Blues und Rock, ohne stumpf auf die Instrumente einzuprügeln.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Sportchor Von Elfriede Jelinek Mit Stefan Kaminski Regie: Leonhard Koppelmann BR 2006 Alle sprechen vom Sport. Als Kommentar zur Fußball-Weltmeisterschaft lässt Elfriede Jelinek einen Sportchor auftreten, der alles ausplaudert. Was die Spieler nachts machen. Worüber sie reden dürfen. Warum sie ihren Körper zur Schau stellen. Welches Image sie wollen können. Die Presse ist immer dabei, man darf und soll ihr alles sagen. Der Sportchor vereinigt die Stimmen, die immer und überall für die Massen berichten: Torwartdarsteller, Pressevertreter, Damenfußballerinnen und authentische Helden. "Ich bin der andre, der heute gesiegt hat. Ich bin, der ich bin. Ich bin heute ein Gott. Ich bin ein Fußballgott." Mit ihrem Sportchor schließt Elfriede Jelinek an ihr 1998 uraufgeführtes Sportstück an. Der Chor, der in der griechischen Tragödie am Rande des Spielfelds steht, rückt ins Rampenlicht, und die Kommentare zum Spiel verselbständigen sich: Gesellschaftsspiel, Geschlechterspiel, Kriegsspiel, Medienspiel, Fußballspiel. Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark. Romane, Theaterstücke, Libretti, Drehbücher. Weitere BR-Hörspiele u.a. Die Jubilarin (1978), Präsident Abendwind (1992), Todesraten (mit Olga Neuwirth, 1997), er nicht als er (1998), Jackie (2003), Moosbrugger will nichts von sich wissen (2004), Bambiland (2005), Am Königsweg (2017). Auszeichnungen u.a. Hörspielpreis der Kriegsblinden (2004), Nobelpreis für Literatur (2004).

Freitag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Musikfeuilleton

Mit Sorge aus der Ferne Russische Liedermacher im Exil Von Marika Lapauri-Burk Oft sind sie keine ausgebildeten Musiker, dennoch singen sie, werden gehört und für ihre engagierten Texte verehrt: russische Liedermacher, genannt Barden. Einige der bekanntesten Künstler, wie Alexander Galitsch oder Wladimir Wyssozki, kamen über die Lyrik oder das Theater zum Lied. Heutige Liedermacherinnen, wie Anna Vishnevska und Manana Menabde, leben und arbeiten mittlerweile im Exil in Deutschland und äußern sich von hier aus auch zu politischen Themen, die ihr Heimatland betreffen.

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Milestones - Jazzklassiker

Tal Farlow Gitarren-Weltmeister wider Willen Am Mikrofon: Michael Frank Vom spätberufenen Autodidakten wurde er zum einflussreichen Pionier: Tal Farlow setzte mit technischer Brillanz und kühnen Ideen Standards für das Gitarrenspiel im modernen Jazz. Am 7. Juni 2021 wäre er 100 geworden. Farlow begann erst mit Anfang 20, Gitarre zu lernen. Hauptberuflich war er damals noch Schildermaler in seiner Geburtsstadt Greensboro in North Carolina. Im bahnbrechenden Trio mit dem Vibrafonisten Red Norvo und dem Bassisten Charles Mingus bewies er ab 1949 eine stupende Virtuosität, sowohl in der Entwicklung unkonventioneller Begleittechniken wie im brillanten Solospiel selbst in rasenden Tempi. Damit wurde er nach Charlie Christian der bedeutendste unter den frühen E-Gitarristen des Jazz. Farlow erweiterte die Möglichkeiten der Gitarre durch gezupfte Basslinien und Flageolett-Klänge; gelegentlich nutzte er sie sogar als Perkussionsinstrument. Seine großen Hände brachten ihm den Spitznamen "The Octopus" ein. Er blieb zwar bis an sein Lebensende musikalisch aktiv, zog sich aber immer wieder aus dem Musikgeschäft zurück, um seinem Beruf als Schildermaler nachzugehen. Er starb 1998 im Alter von 77 Jahren.

Freitag 22:06 Uhr SRF 2 Kultur

Late Night Concert

Nicolas Masson am Jazzfestival Schaffhausen 2020 Fackelträger

Freitag 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

Mit Peter Rixen Afro-Cuban Classics Die Helden vom Buena Vista Social Club sind nur die Spitze des Eisbergs, sofern der Vergleich angesichts der heißen afrokubanischen Rhythmen erlaubt ist. Die hohe Qualität der afrokubanischen Musik zeigt sich bereits in den frühen Septetos, den späteren Orchestern und den Pionieren, die die Música Cubana ab den 40er Jahren in die USA exportieren. bis 00:00 Uhr

Freitag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 NOWJazz

Freies Spiel und Kollektivkomposition - Der Schweizer Kontrabassist Peter K. Frey Von Nina Polaschegg Peter K. Frey mag hierzulande weniger bekannt sein als seine einstige WG-Kollegin Irène Schweizer. Aber auch er gilt als wichtiger Pionier des freien Spiels in der Schweiz. In den 1970er-Jahren gründete er mit Michel Seigner und Alfred Zimmerlin "Karl ein Karl", in der die drei aufwendige Kollektivkompositionen entwickelten. Sein Kontrabassduo mit Daniel Studer versprüht immer noch Energie. Nicht zuletzt ist Frey über Jahre hinweg ein Lehrender gewesen. Und er war aktiv in der Reflexion über freies Improvisieren als Mitorganisator der Improvisationstagungen Luzern. Alles Gute zum 80er!

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